"Insignia - die Weltenspieler" - S.J. Kincaid






Zukunft. Kriege werden nicht mehr auf der Erde geführt, sondern mittels unbemannten Drohnen im All. Auch sonst hat sich ein klein wenig geändert, denn wenn nach Außen hin Länderbündnisse Kriege führen sind es eigentlich die großen Konzerne.

Tom Raines versucht in dieser Welt zurechtzukommen. Durch sein unglaubliches Gamer-Talent in der Virtual-Reality, wird das Militär auf ihn aufmerksam und eröffnet ihm die Möglichkeit aus seinem doch recht trostlosen Leben zu entfliehen und eine Karriere als Kombattant zu starten. Einer derjenigen, der diese unbemannten Drohnen im Krieg dort draußen steuert.

Doch auf seinem Weg dahin erfährt Tom so einiges über das ganze System, deckt verschiedene Dinge auf und - wird er es schaffen? Wird er seinen Traum ein Mitglied dieser Reihen zu werden verwirklichen können? Oder scheitert er an den Tatsachen die er herausgefunden hat?





Offen und ehrlich? Ich habe das Buch nur wegen des Covers und seines Daseins als Mängelexemplar gekauft.
Ich war stark der Auffassung, dass es sich um einen Einzelband handelt und da tat mir das Buch fast etwas leid auf diesem Wühlhaufen, also habe ich es mitgenommen.


Um ehrlich zu sein war ich mehr als skeptisch, denn dem Klappentext zu folge habe ich es in das Genre SiFi eingeordnet und das ist eigentlich nicht so meine Spielwiese.
Es wanderte in mein Regal, auf den Stapel ungelesener Bücher und hing dort einige Zeit fest.
Einem Impuls folgend, den ich euch nicht beschreiben kann, habe ich ins Regal gegriffen, das Buch herausgeholt, es aufgeschlagen und angefangen zu lesen. Und... nicht mehr aufhören können!

Als ich hier für den Blog das Bild des Verlages suchen wollte, um es in meinen "Denise liest..." Status zu packen, habe ich bitter feststellen müssen, dass es doch kein Einzelband ist.
Nein, es ist (Gott sei Dank) der erste Band einer Trilogie.

Ich war sehr überrascht, dass mir ein SiFi-Buch so sehr gefällt! Vielleicht liegt es daran weil die Hauptgeschichte nun mal nicht im All mit Raumschiffen, Drohnen oder ähnlichem spielt, sondern eben auf der Erde. Tom ist ein Jugendlicher dem eine neue Welt offenbart wird. Er findet Freunde, die er vorher nicht hatte und mich hat es eher an eine Dystopie erinnert, als an SiFi.

Um ehrlich zu sein ärgere ich mich jetzt ein wenig, dass ich die beiden Folgebände nicht habe und somit nicht direkt weiter lesen kann.
Vorteil ist - es endet nicht mit einem Cliffhanger. Somit bin ich ein wenig ruhiger und nicht so hibbelig nach dem Motto "Oh verdammt... wo ist nur der nächste Band? Welche Buchhandlung hat ihn? Wo bekomme ich ihn so schnell her?"

Tom selbst hat mich stellenweise etwas enttäuscht. Aber im Nachhinein betrachtet, wieder doch nicht. Ich habe schon länger kein Buch mehr gelesen in dem ein männlicher Jugendlicher der Protagonist ist und dieser Drang sich zu beweisen und auf das "du traust dich ja doch nicht" zu reagieren war mir anfangs zu übertrieben. Doch wenn ich ehrlich bin - so sind doch viele Jungs, oder nicht? :)



Es ist ein bisschen schwer für mich, weil ich wirklich zwischen 4 und 5 schwanke.
Warum ich der Geschichte keine 5 Kronen geben will? Einfach weil ich doch schon wesentlich bessere Bücher gelesen habe, die verdient ihre vollen Kronen erhalten haben und mit diesen Büchern kann ich Insignia nun doch nicht auf eine Stufe stellen. 
Deshalb kröne ich dieses Buch mit überaus prunkvollen 4 von 5 Kronen.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen